Ich meinte auch nicht daß BMX ausgestorben ist, weil es keine Preisgelder gab. Ich habe 1984 die Huchtinger Bahn mit aufgebaut und weiß was es heißt aus eigener Kraft eine BMX Bahn aus dem Boden zu stampfen. Man hat diese Arbeit mit Liebe getan, weil man den BMX Sport liebt.
Aber wenn man schon mehrere Jahre Rennen fährt und es nicht die Perspektive gibt eines Tages einmal Profi zu werden, dann hört man auf.
Das ist doch beim Fußball auch nicht anders. Ein guter jugendlicher Spieler wird früh genug entdeckt und gefördert.
Jedes Kind träumt davon einmal ein Ballack oder so zu sein.
Wenn es keine Profiliga beim Fußball gäbe, würde es auch keine Fans geben und der Sport wäre auch nicht das was er ist.
Ich bezog meine Aussage nur auf das Racing, viele sind ja auch weiter gefahren. Aber eher Dirt oder Freestyle. Immer mehr haben BMX Racing den Rücken gekehrt, was ich nachvollziehen kann. BMX ist ja auch nicht ausgestorben, heutzutage sehe ich mehr BMXer auf den Straßen als in den 80ern.
Ich glaube, dass BMX dann nur wahrgenommen werden kann, wenn es aus dieser "Extrem-Ecke" rauskommt. Eigentlich ist BMX der ideale Breitensport für Kids und Jugendliche, da Radfahren über Stock und Stein einen unheimlichen Reiz ausübt. Und ich glaube, dass war damals ein unheimlicher Push für diesen Sport. Aber wenn ich mir heute die Bahnen und Vereinskonzepte so ansehe, geht das gleich in die Ecke Spitzensport. Die Bahnen und Hindernisse sind heute so extrem - ich vermisse so eine Art "Übungsstrecke" wo man mal rüberfahren kann ohne sein Rad oder Knochen zu zerlegen. Da könnten die alten Männer auch auf Ihre Kosten kommen
Da sollte man mal ansetzen, die Kids an den Sport heranführen und nicht gleich mit den heftigen Bahnen und dem teuren Material abschrecken.
Nur dann kann man die Kids an BMX sinnvoll heranführen, in Vereine bringen (davon würde auch der BDR profitieren) und eine breite Leistungsspitze aufbauen, vielleicht sogar eine Profiliga (inkl. Fernsehübertragungen usw.) - träum!! Ey, das wäre doch mal ein Vorschlag für den Raab - Promi BMX-Rennen!!
Übrigens, bei "The Track" ist eine Übungsstrecke sowie eine Jumpline vorgesehen, es sollen alle auf Ihre Kosten kommen!
Sehe ich genauso. Die Bahnen sind inzwischen schon recht extrem und das schreckt Anfänger meiner Meinung nach ein wenig ab. Bei uns schauen öfter mal ein paar Jungs vorbei und wollen über die Bahn rollen. Die Zeitung "Rheinpfalz" veranstaltet zudem jedes Jahr ein Radsport Camp, bei dem man einige Disziplinen auf dem Oval und auch auf der BMX Bahn ausprobieren kann. Bislang kamen die Jungs alle mehr oder weniger mit der Bahn klar. Aber jetzt bauen wir auch gerade um, damit entsprechende Trainingsbedingungen für unsere Aktiven geboten werden können. Das hat einige schon erschreckt und unsere Jumps sind sicher noch lange nicht so wie auf einigen anderen Bahnen. Auch für das Camp habe ich schwere Bedenken, dass sich hier keiner den Hals bricht.
Wenn ich mich zurückerinnere an 1999, wo in Vallet (F) die Weltmeisterschaft stattfand, da gab´s Flyer mit Bahnen für Trainings in der Umgebung der WM-Bahn. Die Bahnen waren in drei Kategorien eingeteilt, so in der Art Dorfrennen, Bezirksrennen, Landesrennen, die auf diesen Bahnen ausgefahren werden dürfen vom Standard her. Aber das ist halt Frankreich, wo die Bahndichte noch größer ist wie die im Bereich Stuttgart oder Weilheim...
Hallo Skodi, vielen Dank für Deinen Tip mit dem ADAC. Wir haben eine günstige Nähe zum ADAC Motorsport. In welcer Abteilung habt Ihr in München gewühlt? Ging es da eventuell um eine Ausrichtung hinsichtlich Verkehrserziehung? Ich weis nicht so recht wer auf ADAC Seite zum Thema passt.
Danke
Manuel
BMX wird seit ca. 1983 beim ADAC in Südbayern betrieben. Früher war es da alles ganz streng, die BDR-Fahrer durften nicht beim ADAC fahren und umgekehrt, wobei der ADAC schon etwas liberaler war...
Das ganz fing halt mit dem BMX-Boom der 80er an und sollte der Einstieg in Motocross sein. Das bekannteste Beispiel ist Maximilian Nagel, einer der aktuell besten deutschen Motocrosser. Aber natürlich hat das BMX für die Kids auch was mit Verkehrserziehung zu tun, denn was kann den Kids besseres passieren, als fit auf dem Bike zu sein. Ich denke, dass diese Kids schon einen enormen Vorteil haben und weniger in Unfälle verwickelt sind, die sie selbst verursachen.
Wenn Ihr es versucht mit dem ADAC, dann macht einfach den Verweis auf den ADAC Südbayern und den in Baden Württemberg! Ihr könnt zum einen direkt zum ADAC Berlin gehen oder es erst mal mit einem Motorsportclub im ADAC versuchen, der bei Euch in der Nähe ist.
Viel Glück!!!
ich habe gerade deinen Beitrag mit der Unterstützung durch den BDR gelesen. Du weißt ja, dass wir eine Bahn in Nußdorf bauen. Und ich weiß von der angeblichen Unterstützung. Ich habe sie sogar beantragt - leider muss der Brief verloren gegangen sein. Ich habe auf jeden Fall keine Reaktion vom BDR zu meinem Antrag erhalten.
Der ADAC allerdings hat uns Super unterstützt. Da gebe ich dir Recht. Ohne dessen Gelder hätten wir unser Projekt nie gestemmt (ok, wir sind auch immer noch nicht ganz fertig, aber Handarbeit dauert seine Zeit).
Viel Erfolg allen, die ein Projekt 'BMX-Bahn' angehen. Wir freuen uns über jede neue Bahn!
Mit dem Schwierigkeitsgrad ist das wirklich so eine Sache. Ich war letzten Sonntag in der "Abflughalle". Eine schöne große Halle mit 4 trails. Und wo fahren alle??? Auf dem PIPItrail, weil die sich keiner auf die großen traut! Fazit: riesige Halle, schlecht genutzt! Stau am PIPItrail und alles andere verweist. So nicht! Ich glaube manche vergessen einfach, dass man nicht als Pro anfängt. 12 Euro kostet es zudem auch noch. Trotzdem Spaß gehabt, weil wenigstens der PIPItrail aus tablen besteht.
Und das ist genau das Beispiel, wovon ich oben gesprochen habe.
Eine "einfache" Bahn kann dem breiten Publikum mehr Spaß bringen als die absolute Profibahn. Und da sollte man ansetzen.
Und das mit dem ADAC ist ein super Hinweis, habe 6 Jahre für die gearbeitet und habe einen Draht nach München, werde da mal ansetzen.
Hm, ich seh das Ganze etwas schwierig mit neuen BMX-bahnen. Es fahren eigentlich nur ganz wenige race. Die meisten fahren doch nur noch street oder Dirt. Der Trend geht zu Dirttracks und alle wollen sie MTB fahren. Die MTBgruppe ist größer, aktueller und bringt auch mehr Geld und selbst hier läßt die Interese der Medien nach.
Ca. 1996 habe ich angefangen MTBrennen zu fahren(dual,4x). Mein erstes war da in Bad Abbach. War riesig aufgezogen und machte mächtig Spaß. Die Jahre danach wurde es immer schlechter. Es gab weniger Schausteller und Besucher. Die Strecke wurde dann zu unspektakulär und schließlich hört man überhaupt nichts mehr davon.
Der Bikepark in Bischofsmais machte auf und es gab einige Rennen dort, unter anderem deutsche Meisterschaft in Downhill oder Europacupläufe. Nun gibts da auch keine Rennen mehr weil ihnen der ganze Aufwand zu teuer wurde. Jetzt muß man aber sagen daß dieser Park einer der größten weltweit sein soll.
Dann kann ich mich noch an die Weltcuprennen in Kaprun erinnern. Früher wurden fast alle Läufe von den Rennen im TV übertragen und heute sieht man davon kaum mehr was.
Die Medien sind nur noch an sehr spektakulären Sachen interessiert. Je höher desto besser und je mehr passiert noch besser. Oliver Großmann meinte einmal bei einem Interview:" er fühle sich wie ein Gladiator in einer Arena und es zähle nur noch das Spektakel".
Wir hier in Passau starteten einmal eine Demo (2003). Wir waren ca 100 Biker, die meisten MTBler und wir wollten einen Platz wo wir selber was bauen können. Es wurde viel diskutiert bei den Herrn in der Stadt, mit dem Ende daß vielleicht doch eine Minigolfanlage geeigneter wäre. Naja und eigentlich versprach uns der MSC und einer der Stadträte (ist übrigens auch so ein ADAC-Mensch) schon 1985 eine BMXbahn zu bauen. Die sollte natürlich gleich für Europameisterschaften geeignet sein, weil ja keine Einfache reicht. Letztendlich hatte wieder der Naturschutz was dagegen und das Ganze verlief damals im Sand.
Vielleicht bau ich mir irgendwann mal eine Privatstrecke,....wenn ich erwachsen bin
Sehr passend. Es ist auch meine Erfahrung, dass die Kommunalpolitiker eher Minigolfanlagen oder Schützenhallen bauen als BMX oder MTB-Bahnen. Man muss sich fragen weshalb ? Mir hat mal ein Laie in Sachen BMX folgenden Satz gesagt: BMXer und MTBler haben den Ruf von Chaoten, die laut grölend durch die Gegend fahren und Unheil stiften. Als er dann gesehen hat , dass Ex-BMXer , die mittlerweile Väter geworden sind, mit ihren Kindern gemeinsam auf der Bahn fahren, war der völlig begeistert. Anschließend kamen noch Lizenzfahrer auf die Bahn und haben trainiert. Als ich ihm dann noch das Finale aus Peking gezeigt habe, war für ihn die Sache klar: BMX-Racing ist ein Sport, den jeder ausüben kann. Egal welches Alter, egal welcher Leistungsstand. Man sollte den Entscheidungsträgern klar machen, das BMX und MTB ein anderes Image hat, als allgemein angenommen.
Mein Vorschlag:
1. Entscheidungsträgern das Image an Hand einer Präsentation des BMX-Sports klar machen.
2. Sich einen Profi suchen, der Anträge an verschiedene Institutionen schreibt.
3. Arbeitswillen zeigen und Geduld haben, da die Finanzierung erst durch verschiedene Gremien muss. (Zeitraum ca. 1,5 Jahre)
Hallo alle miteinander,
ich habe die Diskussion um mehr BMX Bahnen kürzlich entdeckt und da dort auch
einige Äußerungen über Berlin stehen möchte ich meine Meinung auch mal sagen.
Ich finde es super das es hier eine Initiative gibt für BMX in Berlin und ich will nicht
päpstlicher als der Papst sein aber mir ist erst mal folgendes aufgefallen:
Dallgow-Döberitz [ˈdalgoː-] ist eine amtsfreie Gemeinde im Osten des Landkreises Havelland in Brandenburg. (Quelle: Wikipedia)
Ich glaube auch das wenn man Jugendarbeit betreiben möchte, das ist im Forum auch angeklungen das diese nötig ist, dann sollte man möglichst
nahe an der Jugend sein.
Ich möchte hier nicht auf Details eingehen aber es ist schon bezeichnend das die Berliner anscheinend nicht
in der Lage sind sich zusammen zu raufen.
Obwohl, was heißt denn die Berliner. Wo liegt Dallgow?
Ach so, in BERLIN Pankow soll auch eine Bahn entstehen!
ich habe die Einträge aufmerksam verfolgt und ich muss sagen, es wurde sehr viel richtiges geschrieben.
Dies fängt damit an, dass die Bahnen nicht auf Initiative des BDR´s gebaut wurden, wie an manchen Stellen irrtümlich verkündet wird, sondern durch die Eltern mit ihren "sportverrückten" Kindern.
Wichtig ist auf alle Fälle, dass es jemanden gibt, der es etwas kanalisiert und organisiert.
Und damals gab es auch eine Medienpräsenz. So konnte man an jedem Bahnhofskiosk das speed-Magazin kaufen. Damals scherte sich der BDR einen Dreck um die "Sportart" BMX, erst als man sah, wieviele "Sportler" diesen Sport ausüben (Rennen in Leverkusen am 01.04.1984 mit insgesamt über 1000 Starter) wurde etwas im BDR organisiert, um Beiträge zu bekommen. Eine große Unterstützung gab es damals auch nicht. Okay, es gab sogenannte Handbücher in denen der BMX-Sport dargestellt wurde.
Aber sonst.
Nichts !
Und es gab überall da, wo sich Leute dafür einsetzten Bahnen. Denn es reicht nicht, dass eine Bahn gebaut ist!
Nein, sie muss auch gepflegt / unterhalten werden.
Und wenn der Motor stottert oder gar nicht mehr ist (Köln mit Erich Enck/Heitkamp), ist es leider sehr schnell aus gewesen.
Auch die Industrie mit Hajo´s (Hartwig Hofherr) und Sport-Import (Michael Müllmann) hat die Leute unterstützt.
Sicherlich nicht uneigennützig, aber was soll es. Beide Seiten profitierten! So sollte es auch sein.
Es gab dann auch recht bald Preisgelder (nicht nur in der damaligen Superclass), was nicht unerheblich auf gewisse Trainigscamps mit Renncharakter zurückzuführen war.
Mit den 90ern gab es dann Funktionäre beim BDR, die der Meinung waren, höher, größer und weiter muss es schon sein.
Neue Bahnen mussten alle intern. Standard haben.
Nachwuchsförderung in Form von vom BDR unterstützten/protegierten Rennen sind nicht notwendig.
Es zählt einzig und allein die Elite-Klasse. Das gab einen beachtlichen Einbruch. Die Starterzahlen sanken ins Uferlose.
Obwohl in dieser Zeit ein gewisser Herr Bremer schon in den einzelnen Verbänden aufgetreten ist und BMX als die Sportart für den Einstieg in den Radsport nannte. Die Sportler sollten aber nach spätestens 1-2 Jahren in die anderen Raddisziplinen "umgeleitet" werden.
Aber Unterstützung durch den BDR ?
Fehlanzeige.
Betreuung bei den intern. Rennen ?
Teamzelte bei intern. Veranstaltungen, nur durch private Initiative.
Ende der 90er gab es dann einen leichten Aufwärtstrend zu verzeichnen.
Jedoch fehlte weiterhin die Unterstützung des BDR´s in Sachen Pressearbeit.
Ich selber habe mich 4 Jahre damit befassen dürfen.
Bis man den Zugang zu den entsprechenden Ansprechpartnern bekommen hat, verging schon eine geraume Zeit. Und ging nur durch stetiges nachfragen.
Endlich gelang es einige Berichte auf der homepage des BDR zu platzieren. Es wurden auch Ergebnisse veröffentlicht.
Aber nicht lange. Dann wurden sogar wichtige intern. Ausschreibungen mit Meldeterminen nicht mehr gebracht. Auf Nachfrage, wurde erklärt, dass ja jede Raddisziplin Ihre Beiträge darstellen möchte und deshalb nicht alles sofort oder überhaupt gebracht werden kann. Zu diesem Zeitpunkt wurde BMX schon offiziell als olympische Sportart benannt. Also Leistungssport!
Die letzten Einträge unter Disziplinen/Bereiche - BMX - Ranglisten sind Stand 22.05.2006, obwohl diese Dateien mit den aktuellen Ständen immer zeitnah mit höchstens 2 Tagen Verzögerung an die zuständigen Personen weitergeleitet wurden. Auf Nachfrage erhielt ich die Antwort:"Es werden Prioritäten gesetzt".
Dies und einige andere Vorgänge in der Führung des BDR´s haben mich dazu bewogen meine ehrenamtliche Tätigkeit als BMX-Koordinator niederzulegen.
Ein Startsystem nach intern. Maßstäben, welches die Elektronik, den Zylinder und zwei Ampeln mit Lautsprecher enthielt, wurde auf meine Initiative beschafft und nach meiner Amtsniederlegung als BMX-Koordinator postwendend veräußert.
Dabei war die Anlage dafür gedacht, dass Rennen auch auf Bahnen ausgetragen werden können, die aufgrund des fehlenden Kapitals noch kein solches System zur Verfügung haben. Vom Verein wäre lediglich ein Kompressor mit Zuleitung, Strom und 2 kleinen Aufnahmen am Gatter zu stellen gewesen.
Also macht Euch nicht zuviel Hoffnung auf eine Unterstützung seitens BDR!
Vor allem wenn, so wie es aussieht, sich kein deutscher Sportler/Sportlerin für die Olympiade qualifiziert.
Liegt es vielleicht daran dass noch kein neuer BMX-Bundestrainer auf der BDR Homepage eingetragen ist, oder hält man von dem jetzigen nicht viel.
So dass man diesen jederzeit austauschen kann. Hoffentlich hat er einen Vertrag.
Lange Rede kurzer Sinn.
Leute, Ihr müsst selber was anpacken und dürft nicht auf große Unterstützung durch den BDR hoffen !
Deshalb finde ich es große Klasse, dass sich Leute wie in Berlin zusammenraufen, um etwas auf die Beine zu stellen.
Es muss nicht jede Bahn weltmeisterschaftstauglich sein.
Als Ansprechpartner beim ADAC Württemberg steht Herr Willi Schmid zur Verfügung.
Er ist auch seitens ADAC für die Zusammenarbeit mit dem BDR ernannt, hat er doch aufgrund eines Kooperationsvertrages einen festen Sitz in der Unterkommision BMX beim BDR.
leider geraten threads die nicht unter den 15 aktuellen posting zu finden sind, schnell in vergessenheit.
diese diskussion hier ist eines der highlights der bmx-lounge. lohnenswert sie sich noch einmal zu gemüte zu führen.
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